Ist der Kurs „Betreuungsassisten/in eine Ausbildung?
Nein. Der Kurs ist eine berufliche Weiterbildung von mindestens 160 Theoriestunden und 120 Praxisstunden, der mit einer internen Prüfung abgeschlossen wird.
Was bedeutet gemäß §87 b Abs. 3 SGB XI?
Das bedeutet, dass die Inhalte des Kurses einer anerkannten Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes der Pflegekassen entsprechen müssen. Diese Richtlinie wurde am 19. August 2008 beschlossen und regelt die Qualifikation und die Aufgaben der Betreuungskräfte in Pflegeheimen.
Muss ich bestimmte Voraussetzungen erfüllen?
Es gibt keine bestimmten schulischen Voraussetzungen. Sie müssen jedoch Freude an der Arbeit mit Menschen haben und geduldig und einfühlsam sein und dürfen keinen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis haben.
Gibt es Urlaub während des Kurses?
Generell gibt es Urlaub nur in Maßnahmen, die länger als 6 Monate dauern. Beginnt der Kurs jedoch erst im letzten Quartal des Jahres, ist in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr frei.
Muss ich mir einen Praktikumsplatz selbst suchen oder wird dieser von der Schule gestellt?
Sie können sich Ihren Praktikumsplatz selbst suchen. Wenn Sie jedoch dabei keinen Erfolg haben oder nicht genau wissen, welcher Bereich für Sie infrage kommt, werden Sie von der Schule unterstützt. In jedem Fall wird dafür gesorgt, dass Sie Praktikum absolvieren.
Muss ich das Praktikum in Berlin absolvieren, wenn ich in Brandenburg wohne?
Nein. Sie können sich einen Praktikumsplatz in Wohnnähe suchen. Wenn Sie sich aber den Praktikumsplatz von uns suchen lassen, können wir auf den Anfahrtsweg nicht immer Rücksicht nehmen.
Muss ich Leistungskontrollen schreiben oder gibt es eine Abschlussprüfung?
Sie müssen keine Leistungskontrollen schreiben. Sie schließen den Theorie-Teil mit einer mündlichen, einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung ab.
Muss ich mir die Lehrbücher selbst kaufen?
Nein, Sie bekommen von uns ausreichend Lehrmaterial für die Dauer des Kurses zur Verfügung gestellt.
Welche Aufgabenbereiche habe ich als Betreuungskraft?
Sie motivieren Heimbewohner zu Alltagsaktivitäten und betreuen und begleiten sie dabei. Als Alltagsaktivitäten gelten beispielsweise:
Malen und basteln
Kochen und backen
Anfertigen von Erinnerungsalben
Musik hören, musizieren und singen
Spaziergänge und Ausflüge
Lesen und Vorlesen und vieles mehr.
Muss ich auch in der Pflege mithelfen - wenn Not am Mann ist?
Nein, Sie werden nicht für die Pflege ausgebildet. Aber - lt. Richtlinie müssen Sie fähig sein „Hilfe zu leisten, die bei der Durchführung ihrer Betreuungs- und Aktivierungstätigkeiten unaufschiebbar und unmittelbar erforderlich sind, wenn eine Pflegekraft nicht rechtzeitig zur Verfügung steht“.
Wie sehen meine beruflichen Chancen nach dem Kurs aus?
Betreuungskräfte arbeiten in stationären Pflegeeinrichtungen. Bedingt durch die demographische Entwicklung Deutschlands wächst der Anteil der älteren Bevölkerung fortwährend. Im Jahr 2002 lebten in Berlin 677 Tsd. Menschen, die 65 Jahre alt bzw. älter waren. Im Jahr 2020 wird der Anteil der über 65jährigen etwa 912 Tsd. Betragen (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung des Landes Berlin, 2003).
Sie können sich auf unsere Web-Seite über die Absolventen der Vorgängermaßnahmen informieren.