Das Campus Qualitätssicherungssystem

Das Campus Qualitätssicherungssystem vermittelt das erforderliche Feedback und verdeutlicht signifikante Fortschritte vor allem hinsichtlich der gewachsenen Motivation, des entwickelten Selbstwertgefühls, des fortgeschrittenen Selbstmanagements, der Team- und Handlungsfähigkeiten sowie der deutlich verbesserten Beherrschung elementarer Kulturtechniken.

Modell des Campus Qualitätssicherungssystem

Das Modell veranschaulicht in Kurzfassung unsere Herangehensweise, die ganzheitliche Sichtweise auf die Persönlichkeit als bio-psycho-soziale Einheit, die es erfordert und ermöglicht, gleiche Ziele in einer Gruppe auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen. Bildungsbausteine zur Erweiterung der fachlichen Kompetenz werden verzahnt mit sozialpädagogischer Tätigkeit zur Entwicklung sozialer Kompetenz. Individuelle Förderung basiert auf Verhaltensbeobachtungen, psychologischen Testverfahren und Einzelgesprächen. Auf dieser Grundlage werden individuelle Förderpläne konzipiert. Sie beinhalten sowohl Maßnahmen zur Vervollkommnung der Allgemeinbildung als auch Aufgabenstellungen zum Verhaltens- und Motivationstraining. Unserem pädagogischen Konzept liegt die in der Praxis vielfältig bestätigte Erkenntnis zugrunde, dass Erfolgserlebnisse die Motivation und die Freude am Lernen in besonderer Weise fördern. Motivation und Lernerfolg sind untrennbar miteinander verbunden. Die Praxis lehrt: Erfolgserlebnisse sind der beste Stimulus für weitere Anstrengungen, erhöhen das Selbstwertgefühl und die Freude an anspruchsvoller Lerntätigkeit nicht nur auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung, sondern auch im Sozialverhalten. Wesentlich für das Klima in der Gruppe und für den Erfolg der/des Einzelnen ist, ob Schülerinnen und Schüler das Lernen als Freude oder Qual empfinden.

Es ist eine alte Erfahrung: Menschen, die über ein reiches Wissen verfügen, wissen - besser als andere -, dass ihr Wissen unvollkommen und lückenhaft ist. "Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel." (Goethe, Maximen und Reflexionen.) Daraus erwächst für Menschen, die sich dieser Zusammenhänge bewusst sind, die Motivation, in neue Gebiete vorzustoßen, Wissenslücken zu schließen. Sie sind dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Sie empfinden Freude am Entdecken neuer Zusammenhänge, sind begeistert und bereit, sich der Anstrengung des Gedankens zu unterziehen. Mit anderen Worten: Diese Menschen sind offen für Neues. Sie denken positiv. Diese Lebenseinstellung prägt ihre Erwartungshaltung, wenn sie sich neuen Gebieten zuwenden.

Die menschliche Psyche ist so strukturiert, dass die Erwartungshaltung durch die Lebenseinstellung bestätigt wird. Pädagogische Arbeit ist deshalb darauf gerichtet, eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln. Dabei verkennen wir nicht, dass dieser Prozess nicht geradlinig, sondern häufig sehr widersprüchlich verläuft und Rückschläge, Motivationsverlust, Ernüchterung und auch Frustration auftreten. Geduld, Feinfühligkeit und pädagogische Konsequenz sind in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen unverzichtbar. Das wissen und praktizieren die Lehrkräfte der Campus Berufsfachschule. Sie sehen ihre komplexe Verantwortung als Lehrer und Berater in der Einheit von fachlicher, didaktisch-methodischer und sozialpädagogischer Kompetenz.

Bestandteil unseres handlungsorientierten Konzepts sind die Qualitätsurteile, in dem die Berufsfachschüler ihre Einschätzung zu den Inhalten der Bildungsmodule, den Bildungsmitteln, der Vermittlung der Inhalte und der Organisation der Durchführung abgeben können. Diese Befragungen werden regelmäßig und systematisch ausgewertet und fließen in den Entwicklungsprozess der Bildungsgänge und die Qualifizierung der Modulinhalte ein.

 

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