Einblicke in die Arbeitsweise der Europäischen Kommission

Die Verbindung von Theorie und Praxis ist grundlegendes Anliegen der Berufsausbildung an den staatlich anerkannten Campus Berufsfachschulen für kaufmännische und technische Assistenten. Gegenstand der kaufmännischen Ausbildung ist auch die Funktionsweise der Europäischen Union, das Zusammenwirken ihrer Organe und die Bedeutung der EU für die politische und wirtschaftliche Entwicklung unseres Kontinents.

Bananenverordnung, Glühbirnenverbot, Feinstaubrichtlinien - das sind Themen, die häufig ihren Weg in die Medien finden und dort nur selten in einem positiven Zusammenhang mit dem Aufgabengebiet der Europäischen Union stehen. Doch die Europäische Union ist mehr als das! Die EU ist ein historisch gewachsener Staatenbund von gegenwärtig 27 Mitgliedsstaaten mit unmittelbarem Einfluss auf das Leben der EU-Bürger. Ohne die Europäische Union wäre es heute beispielsweise undenkbar, ohne Beschränkungen in Italien einzukaufen, ohne Passkontrolle in Spanien einzureisen oder in Großbritannien für ein Jahr zu arbeiten.

Um die Arbeitsweise der Europäischen Kommission praxisnah kennenzulernen, besuchten Schülerinnen und Schüler der Fachrichtungen Betriebswirtschaft (Klasse BFB10) und Fremdsprachen (Klasse BFF4) die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Die Berufsfachschüler erfuhren in einem Planspiel, wie ein Verordnungsentwurf entsteht. Sie hatten die Aufgabe, das Thema "CO2 - Ausstoß von PKW" aus den unterschiedlichen Sichtweisen, nämlich Umwelt, Industrie und Verkehr, zu beleuchten. Jede Schülerin und jeder Schüler bekam eine Rolle zugewiesen, mit der sich die Schüler auseinandersetzen mussten. Genau wie in der Praxis trafen die Gruppen im Plenum aufeinander und diskutierten ihre Standpunkte. Nach mehreren Diskussionsrunden und Kompromisslösungen wurde über den Entwurf abgestimmt.

Das Thema ergriff die Auszubildenden so sehr, dass sie noch nach dem Planspiel und auch am nächsten Tag weiter diskutierten. Hier einige Aussagen, die den Wert dieser gelungenen Exkursion bestätigen:

"Die Exkursion war gut, weil ich davor nicht wusste, wie das in der EU alles funktioniert. Ich habe daraus viel Neues für mich gelernt."

„Die Exkursion war spitze, weil wir einen zusätzlichen (tieferen) Einblick gewinnen konnten. Das Planspiel war ein großes Vergnügen." „..., weil wir uns in eine reale Rolle hineinversetzen mussten. Dadurch konnte man die Dinge von einer anderen Sichtweise betrachten."

Kurzum: Die enge Verbindung von Theorie und Praxis schärfte den Blick der Schülerinnen und Schüler für die Komplexität der Entscheidungsprozesse in der EU und motiviert zugleich, sich selbständig mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.

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