Spreewaldfahrt 2009 bei herrlichem Wetter
Auch in diesem Jahr fuhren Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte der Campus Berufsfachschule für Informationstechnologie, Wirtschaft und Verwaltung und der Technischen Berufsfachschule in den Spreewald.
Während es in den vorangegangenen Jahren regnete, konnten wir am 15. Juli 2009 den Ausflug in das von Berlin nur 100 km entfernte Lübbenau bei strahlendem Sonnenschein (und auch Sonnenbrand) genießen.
Am Bahnhof von Lübbenau wurden wir von den Stadtführern "Milena" in ihrer Spreewaldtracht und Herrn Neumann begrüßt. Die Stadtführung durch die historische Altstadt begann zweisprachig: "Milena" übersetzte ihre Sätze zur Begrüßung ins Sorbische und das Interesse der Schüler an dieser Sprache wuchs.
Dank der zahlreichen Erläuterungen erfuhren wir Geschichtliches und Wissenswertes über die Stadt Lübbenau (sorbisch: Ljubnow). Lübbenau wird als "Tor zum Spreewald" bezeichnet und wurde erstmals 1315 erwähnt. Unter dem Schloss von Lübbenau wurden jedoch Funde aus dem 8. und 9. Jahrhundert entdeckt.
Der Weg durch die Altstadt führte uns an wunderschönen Fachwerkhäusern, an der kleinsten Brauerei Brandenburgs - da der Biergarten nicht geöffnet hatte, konnten wir leider das dort gebraute Bier nicht verkosten - vorbei am Schloss der Familie zu Lynar mit dem schön gestalteten Schlosspark zur Anlegestelle der berühmten Spreewaldkähne.
Die Kahnfahrt von Lübbenau ins Dorf Lehde - der Höhepunkt unseres Ausfluges - begeisterte bereits den Dichter Theodor Fontane vor 135 Jahren. In seinem Werk "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" schrieb er: "Gleich die erste halbe Meile ist ein landschaftliches Kabinettstück...".
Die Einzigartigkeit der Landschaft, die Stille und Erholung, die wir bei strahlendem Sonnenschein während der 90-minütigen Kahnfahrt genießen konnten, ließen den Tag zu einem ganz besonderen Erlebnis werden.
Viel zu schnell vorbei, legten wir in Lehde an, wo uns bereits der Wirt der Gaststätte "Zum fröhlichen Hecht" begrüßte und uns eine Spezialität des Spreewaldes, die Hefeplinse mit Apfelmus und Zimt, zum Kaffee servierte.
Zu Fuß gingen wir von Lehde nach Lübbenau zurück und fuhren, nicht ohne Spreewälder Gurken im Gepäck, nach Berlin zurück.




