Zahlen zum Thema "Berufsrückkehr"

Gründe für den Ausstieg aus der Berufstätigkeit

Die mit Abstand wichtigsten Gründe, warum nicht erwerbstätige Frauen zwischen 30 und 59 Jahren ihre letzte Erwerbstätigkeit aufgegeben haben, sind in den alten Bundesländern persönliche und familiäre Gründe: alte Bundesländer 56,2%, gegenüber 13,8% in den neuen Bundesländern.

In den neuen Bundesländern stellen Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen mit 31,9% und Entlassung mit 29,2% die Hauptgründe dar, gegenüber 12,1% und 9,3% in den alten Bundesländern.

Eine altersspezifische Betrachtung führt zu einer Verschiebung der Gründe: 30-45jährige geben mehr familiäre/persönliche Gründe an, 46-60jährige mehr gesundheitliche Gründe.

Bildungsniveau

Das Bildungsniveau von 30-59jährigen nicht erwerbstätigen Frauen differenziert nach einer früheren Erwerbstätigkeit im Vergleich zu allen 30-59jährigen Frauen.

  • Die bereits erwerbstätig gewesenen Frauen (80% der derzeitig nicht erwerbstätigen Frauen) wiesen vor der Erwerbsunterbrechung nur geringe Unterschiede im Bildungsniveau im Vergleich zum allgemeinen Durchschnitt auf
  • Über 7% dieser Frauen verfügen über einen Fachhochschul-/Hochschulabschluss
  • Zwei Drittel der bereits erwerbstätig gewesenen Frauen haben mindestens eine Lehre oder eine gleichwertige/höhere Berufsausbildung
  • Ein Fünftel aller derzeit nicht erwerbstätigen Frauen war noch nie erwerbstätig
  • Dieses Fünftel ist extrem schlecht gebildet
  • Ca. 80% der nie erwerbstätigen Frauen befinden sich auf dem niedrigsten Bildungsniveau, das damit fast 4 mal häufiger als im Durchschnitt vorkommt

Potentielle Berufsrückkehrerinnen und Kinder

  • Frauen (30 - 59 Jahre) mit Kind(ern) im Haushalt: 64,28%
  • Frauen (30 - 59 Jahre) ohne Kind(er) im Haushalt: 35,72% Potentielle

Berufsrückkehrerinnen bestreiten ihren überwiegenden Lebensunterhalt zu ¾ (73,2%) aus Unterstützungen von ihren Partnern, Eltern oder Angehörigen.

Arbeitslosenzahlen

Bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos gemeldete Berufsrückkehrer/innen im Jahr 2008:

  • Frauen: 122.215 (= 7,7% der als arbeitslos gemeldeten Frauen insgesamt)
  • Männer: 1.696 (= 0,1% der als arbeitslos gemeldeten Männer insgesamt)

Erwerbstätigkeit von Müttern

Erwerbstätigenquoten von Müttern nach Alter des jüngsten Kindes im Jahr 2005:

  • Jüngstes Kind unter 3 Jahren: 33%
  • Jüngstes Kind zw. 3 - 5 Jahren: 56%
  • Jüngstes Kind zw. 6 - 9 Jahren: 65%
  • Jüngstes Kind zw. 10 - 14 Jahren: 71%

Allgemein:

  • 66% der Frauen sind erwerbstätig
  • 34% der Frauen sind Vollzeit erwerbstätig
  • 84% der Männer sind erwerbstätig
  • 81% der Männer sind Vollzeit erwerbstätig

mit Kindern:

  • 16% der Frauen mit Kindern unter 18 Jahren sind Vollzeit erwerbstätig
  • 90% der Männer
  • 26% der Mütter mit einjährigem Kind sind berufstätig
  • 77% der Mütter, deren jüngstes Kind im Haushalt über 10 Jahre alt sind, sind berufstätig

Einstellung der Bevölkerung zum Wiedereinstieg

  • 93% der Bevölkerung sind der Ansicht, dass eine Frau in den ersten Lebensmonaten eines Kindes zu Hause bleiben sollte - für Männer gilt das nur zu 20%
  • 91% der Bevölkerung meinen, dass eine Frau die Berufstätigkeit reduzieren sollte, solange die Kinder noch klein sind
  • 34% der Bevölkerung stellen diese Erwartung auch an Männer

In der Bevölkerung meinen…

  • 20%, dass Männer in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes zu Hause bleiben sollten
  • 34%, dass Männer ihre Berufstätigkeit reduzieren sollten, solange die Kinder noch klein sind
  • 39%, wenn Kinder sozial auffällig werden, liegt es mit daran, dass Väter zu wenig zu Hause sind
  • 56%, dass die Kinderbetreuungsmöglichkeiten an die Bedürfnisse berufstätiger Väter angepasst werden sollen
  • 79% dass der Mann seiner berufstätigen Frau den Rücken freihalten sollte

Einstellung von nicht erwerbstätigen Frauen zum Wiedereinstieg

Frage an nicht berufstätige Mütter von Kindern unter 18 Jahre:
„Wären Sie gerne berufstätig, oder sind Sie zufrieden, so wie die Situation jetzt ist?"

  • Wäre gerne berufstätig: 56 %

Davon:

  • „30 Stunden und mehr": 16 %
  • „20-30 Stunden": 30 %
  • „unter 20 Stunden": 46 %

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Quellen:

Mikrozensus (SUF) 2005
Analyse des Arbeitsmarktes für Frauen und Männer von der Bundesagentur für
Arbeit, Januar 2008
Statistisches Bundesamt 2006-10-1397
SINUS-Sociovision 2008
Allensbach Familienmonitor 2008

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