10. August 2023

Berufsintegrierten Sprachförderung in der Ausbildung

Sprache im Kontext des Berufs lernen

Die berufsintegrierte Sprachförderung ist ein Konzept, das darauf abzielt, die sprachlichen Fähigkeiten von Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, zu verbessern, um ihre berufliche Integration zu erleichtern. Dabei stehen die Vermittlung von berufsspezifischem Vokabular, das Training von kommunikativen Fähigkeiten am Arbeitsplatz und die Förderung interkultureller Kompetenzen im Vordergrund.

Das Ziel der berufsintegrierten Sprachförderung besteht darin, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, sich im Arbeitsalltag sprachlich angemessen auszudrücken und berufsbezogene Anweisungen zu verstehen und zu befolgen.

Und natürlich ist in Pflegeberufen das buchstäbliche Verstehen der Worte, die ein Patient, eine Patientin oder ein*e Bewohner*in  eines Altenpflegebetriebes an die Pflegefachkraft oder Pflegfachassistenz richtet, wichtig für die Versorgung jenseits von Medikamentenvergabe auf der zwischenmenschlichen Ebene.

Der Arbeitsplatz wird zum Sprachlernort

Konkret bedeutet das, dass der Arbeitsplatz und die Schule, die eigentlich einen fachpraktischen Hintergrund hat, zum Ort werden, an dem Sprachkenntnisse weiter verbessert werden.

Und das nicht im Sinne eines klassischen Deutschunterrichts, wie Sie ihn vielleicht kennen. Im Fokus stehen fachliche Themen und Begriffe aus der realen Arbeitswelt. Damit wird das Sprachenlernen konkret mit dem zukünftigen Berufsalltag verbunden. In der Folge wachsen nicht nur die Deutschkenntnisse, Sie werden auch auf reale Berufssituationen vorbereitet.

Berufsintegriertes Sprachlernen bei Campus Berlin

Einen bedeutenden Stellenwert hat berufsintegriertes Sprachlernen bei Ausbildungen mit der Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse Sprachniveau B1. Dies betrifft beispielweise die Ausbildung zur Pflegefachassistenz, die erstmalig bei Campus am Standort Südkreuz am 1. August 2023 startete und ab sofort in das reguläre Ausbildungsangebot aufgenommen ist.

Dafür braucht es natürlich auch Lehrer*innen, die nicht nur die fachlichen Aspekte einer Ausbildung erklären können, sondern auch Kompetenzen im Bereich der Sprachvermittlung haben.

Berufsintegriertes Sprachlehren will gelernt sein

Einige unserer Lehrkräfte haben sich für das berufsintegrierte Sprachenlernen gezielt fortgebildet. Konkret haben sie sich in vier Modulen, angeboten von der Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen ihr Wissen um die Bereiche Sprachstand und individuelle (Sprach-)Lernbedarfe ermitteln, grundlegenden Methoden zur Anregung individueller Sprachlernprozesse sowie Förderung von Lesekompetenz für den Umgang mit Fachtexten in der beruflichen Ausbildung und berufliches Schreiben gezielt erweitert.

Drei Säulen von berufsintegriertes Sprachenlernen bei Campus

I. Die erste Säule  ist das Angebot zusätzlich zwei Stunden Deutsch Unterricht zu erhalten. Dabei ist die Teilnahme am Förderunterricht freiwillig und als zusätzliches Angebot eingerichtet.

II. Die zweite Säule ist die Förderung der Lese- und Schreibkompetenz im Unterricht aufbauend auf die Fortbildung durch die Fachstelle für berufsintegriertes Sprachlernen.

III. Die dritte Säule ist die Möglichkeit einen ehrenamtlichen Experten im Ruhestand zur Seite gestellt zu bekommen. Dieses Unterstützungsangebot ist kostenfrei. Informationen zum Unterstützung der Initiative VerA inklusive Online-Formular sind hier zu finden auf der Seite der Initiative zu finden.

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