Check‑in ins Abenteuer: Elonga über ihr Auslandspraktikum im Süden Frankreichs
Auszubildende zur kaufmännischen Assistenz bei Campus Berlin haben die Möglichkeit, das mehrwöchige Praktikum, das am Ende der Ausbildung ansteht, auch im Ausland zu absolvieren. Dank der Organisation über Erasmus+ ist der organisatorische Aufwand gering, und ein Teil der Kosten wird übernommen.
Unsere Auszubildende Elonga, die in diesem Jahren ihren Abschluss zur kaufmännischen Assistentin mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen macht, absolviert zurzeit ein Auslandspraktikum mit Schwerpunkt Hotelwesen in Frankreich — genauer gesagt in der charmanten Küstenstadt Collioure. Im folgenden Interview berichtet sie von ihren Aufgaben, dem Leben vor Ort und ihren Eindrücken.
Ein Auslandspraktikum kann die berufliche Perspektive erweitern, sprachliche Fähigkeiten stärken und die persönliche Entwicklung fördern. Elonga erzählt, wie sie nach Frankreich gekommen ist, wie ihr Alltag im Boutique-Hotel aussieht und welche Erfahrungen sie mit nach Hause nimmt.

Campus Berlin: Liebe Elonga, warum hast du dich dafür entschieden, dein Praktikum in Frankreich, genauer gesagt in Collioure, zu absolvieren?
Elonga: Ursprünglich wollte ich mein Praktikum in Spanien absolvieren, bin dann aber in Frankreich gelandet. Darüber bin ich heute sehr froh, weil ich meine Französischkenntnisse deutlich verbessern konnte. Ich wohne in Perpignan und arbeite in Collioure, einer wunderschönen Küstenstadt mit viel Kultur und einer besonderen Atmosphäre.
Campus Berlin: Kannst du uns kurz deinen Praktikumsplatz (das Hotel) beschreiben?
Elonga: Ich absolviere mein Praktikum im Boutique-Hotel La Maison Nova in Collioure. Das Hotel verbindet Eleganz mit einer modernen und gemütlichen Atmosphäre und legt großen Wert auf individuellen Service und das Wohlbefinden der Gäste.
Campus Berlin: Welche konkreten Aufgaben übernimmst du dort?
Elonga: Zu meinen Aufgaben gehören Check-ins und Check-outs, Reservierungen und die Kommunikation mit Gästen. Mittlerweile führe ich viele Aufgaben selbstständig durch. Außerdem unterstütze ich gelegentlich im Service und übernehme Fahrten für Gäste innerhalb der Stadt.
Campus Berlin: Welche sprachlichen Fähigkeiten nutzt du am häufigsten — Französisch, Englisch oder andere Sprachen?
Elonga: Am häufigsten spreche ich Englisch, da viele Gäste international sind. Französisch nutze ich gelegentlich mit meinen Kollegen und Gästen. Mit einigen Mitarbeitern habe ich vereinbart, dass sie mit mir auf Englisch sprechen und ich auf Französisch antworte. So kann ich meine Französischkenntnisse Schritt für Schritt verbessern. Deutsch brauche ich nur selten.



Campus Berlin: Was macht dir an der Arbeit im Boutique-Hotel am meisten Spaß?
Elonga: Besonders gefällt mir der Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Außerdem macht es mir Spaß, Verantwortung zu übernehmen und immer selbstständiger zu arbeiten.
Campus Berlin: Wie verbringst du deine Freizeit?
Elonga: In meiner Freizeit erkunde ich die Städte und die Umgebung rund um Perpignan und Collioure. Gemeinsam mit Freunden plane ich außerdem Besuche in anderen Städten Frankreichs, wie Lyon oder Marseille, um noch mehr von Frankreich kennenzulernen.
Campus Berlin: Hast du Kontakte zu Einheimischen oder anderen internationalen Praktikant*innen geknüpft? Wie hast du dich sozial integriert?
Elonga: Die Integration fiel mir leicht, da zwei meiner Klassenkameraden ebenfalls hier sind. Außerdem habe ich viele Erasmus-Studierende und Praktikanten aus verschiedenen Ländern kennengelernt und schnell neue Kontakte geknüpft.
Campus Berlin: Wie sind Unterkunft und Verpflegung organisiert — wohnst du beim Hotel, in einer WG oder allein?
Elonga: Ich wohne gemeinsam mit drei weiteren Schülern von Campus Berlin in einem gemieteten Haus. Die Unterkunft wurde von einer französischen Organisation organisiert, die mit unserem Erasmus-Programm zusammenarbeitet.
Campus Berlin: Was war für dich die größte Herausforderung während des Praktikums — beruflich oder persönlich?
Elonga: Die größte Herausforderung war das selbstständige Leben im Ausland. Neben der neuen Umgebung musste ich mich an die Sprache, den Alltag und die Verantwortung im Beruf gewöhnen. Anfangs hatte ich auch etwas Heimweh, mittlerweile habe ich mich jedoch sehr gut eingelebt.
Campus Berlin: Könntest du dir vorstellen, später dauerhaft im Ausland oder in der Hotellerie im Ausland zu arbeiten?
Elonga: Grundsätzlich könnte ich mir das vorstellen, vor allem später, wenn ich etwas älter bin. Durch dieses Praktikum habe ich gemerkt, wie interessant die Arbeit in einem internationalen Umfeld sein kann. Im Moment freue ich mich aber erst einmal darauf, wieder nach Hause in meine eigenen vier Wände zurückzukehren. Für meine berufliche Zukunft kann ich mir gut vorstellen, im Bereich Hotelmanagement in Deutschland zu arbeiten.
Campus Berlin: Was würdest du anderen Auszubildenden raten, die überlegen, ein Praktikum im Ausland zu machen?
Elonga: Ich würde jedem empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen. Auch wenn man normalerweise eher nicht so viel unterwegs ist, lernt man dabei unglaublich viel über sich selbst. Man wird selbstständiger, gewinnt Selbstvertrauen und merkt oft erst dann, was man eigentlich alles schaffen kann. Mein Rat wäre außerdem, alles frühzeitig zu planen und nicht erst kurz vor der Abreise damit anzufangen. Für mich war es eine Erfahrung, die mich persönlich und beruflich weitergebracht hat.
Schnellfragen
Lieblingsessen in Frankreich?
Crêpes und Meeresfrüchte
Lieblingsort in Collioure?
Der Strand
Ein Wort, das dein Praktikum beschreibt?
Familiär
Drei Dinge, die du mit nach Hause nimmst?
Sprachkenntnisse, Selbstvertrauen und vielleicht einen französischen Akzent.
Elongas Bericht zeigt: Ein Auslandspraktikum kann fachlich und persönlich sehr bereichernd sein — selbst wenn der ursprüngliche Plan sich ändert. Wer Interesse an internationaler Hotellerie hat, sollte ein solches Abenteuer in Betracht ziehen und frühzeitig planen.


