Ein besonderer Tag für Campus Berlin in der Friedrichstraße: Der erste Aktionstag Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Workshops, Begegnungen und klare Worte für Respekt und Vielfalt
Der 12. Februar 2026 war ein besonderer Tag für Campus Berlin in der Friedrichstraße: Zum ersten Mal haben wir einen Aktionstag im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR) veranstaltet. Gleichzeitig dürfen wir uns nun offiziell Mitglied im bundesweiten Netzwerk nennen. Ein bedeutender Schritt – und ein starkes Zeichen für unsere gesamte Schulgemeinschaft.

Haltung zeigen – gemeinsam
In ihrer Ansprache betonte Schulleiterin Nadja Schilli die Bedeutung dieses Tages mit eindrucksvollen Worten:
„Heute ist ein besonderer Tag. Ein Tag, an dem wir als Schule bewusst stehen bleiben, hinschauen und Haltung zeigen.“
Zur feierlichen Eröffnung des SoR-Tages durften wir zudem besondere Gäste begrüßen: unseren Schulpaten Robert Nitz, ehemaliger Auszubildender bei Campus Berlin und heutiger Bürgermeister der Kreisstadt Seelow, sowie Florian Steindle vom Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Beide richteten in ihren Ansprachen persönliche und ermutigende Worte an unsere Schulgemeinschaft und unterstrichen die gesellschaftliche Bedeutung des Engagements gegen Rassismus.
Rassismus ist kein leichtes Thema. Es ist unbequem, es macht betroffen und manchmal auch sprachlos. Und dennoch begegnet es uns – in Worten, Blicken, Ausgrenzung oder Schweigen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche und politische Strömungen weltweit Veränderungen mit sich bringen, ist es wichtiger denn je, klar Stellung zu beziehen.
Unsere Schule möchte ein Ort sein, an dem Vielfalt als Bereicherung verstanden wird. Ein harmonisches Miteinander, geprägt von Toleranz, Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme ist dabei kein Selbstläufer – sondern eine bewusste Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen.
11 Workshops – 11 Wege zu mehr Verständnis
Im Mittelpunkt des Aktionstags standen die insgesamt 11 Workshops, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen konnten.
Ob kreativ, diskursiv oder medial – alle Workshops luden dazu ein, sich aktiv mit Fragen rund um Rassismus, Vorurteile, Identität und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Es wurde diskutiert, reflektiert, gestaltet, gefilmt, geschrieben und getanzt. Dabei entstanden nicht nur beeindruckende Ergebnisse, sondern vor allem neue Perspektiven.
Courage beginnt im Kleinen
Besonders eindrücklich war auch der Gedanke, dass „Schule ohne Rassismus“ nicht bedeutet, dass ab sofort alles perfekt ist. Unsere Schulleiterin brachte es auf den Punkt:
„Jede und jeder von uns trägt Vorurteile in sich. Das ist menschlich. Entscheidend ist, ob wir sie erkennen, ob wir bereit sind, daraus zu lernen und unser Verhalten zu verändern.“
Courage zeigt sich oft leise – wenn jemand widerspricht, obwohl es Mut kostet. Wenn jemand nicht wegschaut. Wenn jemand sagt: „So nicht. Nicht bei uns.“ Genau diese Haltung wollen wir an unserer Schule stärken.
Ein genussvoller Abschluss
Den Abschluss bildete ein vielfältiges Multi-Kulti-Buffet, das nicht nur kulinarisch begeisterte, sondern auch symbolisch für das stand, was diesen Tag ausgemacht hat: Vielfalt erleben und gemeinsam genießen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit viel Engagement und Kreativität zum Gelingen beigetragen haben.
Ein Anfang, kein Abschluss
Der heutige Tag war ein voller Erfolg. Doch er ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist kein Titel, den man sich einmal verdient und dann abhakt. Es ist ein Versprechen, eine Haltung, ein gemeinsamer Weg.
Was wir heute begonnen haben, werden wir in unseren Schulalltag mitnehmen – jeden Tag aufs Neue.
Denn Courage beginnt bei uns.


