Ein Traum wird wahr – fünf Wochen Praktikum in Japan


Fünf Wochen Auslandspraktikum mit Erasmus+ nach Japan
Manchmal beginnen große Abenteuer mit der Begeisterung für etwas. In diesem Fall ist es die Begeisterung für alles Japanische.
Schon eine ganze Weile ist Japan für eine unserer Schülerinnen aus der Sozialassistentenklasse mehr als nur ein fernes Land. Es ist eine Leidenschaft, die sich in der Einrichtung des eigenen Zimmers widerspiegelt: der Fujiyama als Bildtapete, Manga- und Anime-Figuren und Bücher in den Regalen, eine Tatami Matte auf dem Boden.
Diese Begeisterung wurde schließlich zur Idee – und aus der Idee wurde Realität.




Eine Idee wird zur Realität
Als es in der Ausbildung zur Sozialassistentin darum ging, die Pflichtpraktika zu planen, entstand bei einer unserer Auszubildenden eine besondere Idee: Warum nicht ein Praktikum in Japan machen?
Was zunächst wie ein ferner Wunsch klang, wurde schnell zu einem konkreten Ziel. Gemeinsam mit ihren Eltern begann sie zu recherchieren, Möglichkeiten zu prüfen und Bewerbungen zu schreiben.
Mut, Initiative und eine Zusage
Die Suche führte sie zu den deutschen Schulen in Japan. Sie bewarb sich bei mehreren Einrichtungen, und am Ende wurde sie von der Deutschen Schule Tokyo Yokohama (DSTY) eingeladen.
Dank der Förderung von Erasmus+ konnte das Auslandspraktikum in Japan finanziell und organisatorisch realisiert werden. Das Programm eröffnet Auszubildenden die Möglichkeit, wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Unter bestimmten Voraussetzungen ist dies auch im außereuropäischen Raum möglich.
So reiste unsere angehende Sozialassistentin für vier Wochen nach Japan und absolvierte dort einen Teil ihres Pflichtpraktikums – eine Erfahrung, die sie nachhaltig geprägt hat.
Unvergesslich und ganz besonders
Wenn etwas so sehr dem eigenen Herzenswunsch entspricht, ist es natürlich immer schwierig noch einen ganz bestimmten Moment oder eine Situation zu finden, die einem besonders in Erinnerung bleibt.
Daher war die Antwort auf die Frage: „Gab es ein ganz besonderes Highlight?“ auch verständlicherweise etwas allgemeiner gehalten. Vor allem waren es die vielen klassenübergreifenden Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten, die in der Vorweihnachtszeit in der deutschen Schule stattfanden: die Nikolausfeier, das gemeinsame Basteln, die Proben für die Theateraufführung und das freundliche Miteinander von Eltern und Schule.

Ein Blick in die Zukunft
Nach dem Abschluss der Sozialassistentenausbildung möchte unsere Auszubildende den nächsten Schritt gehen und die Ausbildung zur Erzieherin beginnen.
Und auch hier hat sie bereits ein klares Ziel vor Augen: Dies war nicht die ihre letzte Reise Japan. Deswegen lernt unsere angehende Sozialassistentin mit dem Berufswunsch Erzieherin auch jetzt schon ihrer Freizeit fleißig Japanisch.
Ein Traum, der Mut macht
Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Schülerin auf diesem Weg begleiten konnten. Ihr Beispiel zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Motivation, Unterstützung und die richtigen Programme zusammenkommen.
Solche Erfahrungen sind nicht nur fachlich wertvoll – sie prägen persönlich und bleiben ein Leben lang.
Wir sind uns sicher: Diese fünf Wochen in Japan werden für sie unvergesslich bleiben. Und wer weiß – vielleicht ist das erst der Anfang einer noch viel größeren Reise.
Wissenswertes
Die Deutsche Schule Tokyo Yokohama (DSTY) ist eine anerkannte deutsche Auslandsschule in Japan und befindet sich in der Metropolregion Yokohama, nahe Tokio. Sie wurde bereits im Jahr 1904 gegründet und ist damit die älteste noch bestehende deutsche Schule in Ostasien.
Heute besuchen rund 600 Schülerinnen und Schüler die Schule, die vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe reicht. Damit bietet die DSTY eine durchgängige Bildungsbiografie unter einem Dach – von der frühkindlichen Betreuung bis zum Schulabschluss.
Deutsches Bildungssystem im internationalen Kontext
Die DSTY arbeitet nach deutschen Lehrplänen und ermöglicht verschiedene Abschlüsse, darunter Hauptschulabschluss, Realschulabschluss sowie das Abitur. Besonders hervorzuheben ist, dass die Schule als einzige in Japan das Deutsche Internationale Abitur anbietet. Dieser Abschluss eröffnet den Zugang zu Hochschulen in Deutschland und weltweit.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch, wodurch die Schule insbesondere für deutschsprachige Familien im Ausland eine wichtige Bildungsinstitution darstellt. Gleichzeitig ist die DSTY international geprägt: Schülerinnen und Schüler aus rund 20 Nationen lernen hier gemeinsam und bringen unterschiedliche kulturelle Perspektiven in den Schulalltag ein.


