29. Oktober 2026

Mit Erasmus+ unterwegs – Kita-Alltag in Japan erleben

Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2026

Fünf Wochen Japan, eine Gastfamilie und viele neue Erfahrungen

Für eine weitere Auszubildende unserer Berufsfachschule für Sozialassistenz wurde ein besonderes Abenteuer Wirklichkeit: Sie reiste für fünf Wochen nach Japan. Vom 23. Mai bis zum 26. Juni 2026 hospitierte sie im Kita-Bereich der Deutschen Schule Tokio. Zurückgekehrt ist sie mit unzähligen Bildern, einzigartigen Erinnerungen, sowie der Bestätigung ihres Berufswunsches: Sie möchte im Anschluss an die Sozialassistenten Ausbildung mit ihrer Erzieherinausbildung weiter machen.

Eine Kita, viele Kulturen

Wie sieht der Kita-Alltag in Japan aus? Welche Unterschiede gibt es zu Deutschland? Und wie verständigen sich Kinder, die unterschiedliche Muttersprachen sprechen?

Während ihrer fünfwöchigen Hospitation erhielt unsere angehende Sozialassistentin einige Einblicke in die pädagogische Arbeit der Deutschen Schule Tokio. Die private Einrichtung ist auch international beliebt. Die Kita besuchen Kinder aus deutschen Familien und Kinder mit französischem, indischem oder englischsprachigem Hintergrund. Damit wird Deutsch hier auch als Fremdsprache vermittelt. Interkulturelle Begegnungen und Sprachförderung sind damit wichtige Bestandteile des Kita-Alltags.

Einige Unterschiede zu deutschen Kitas fielen ihr besonders auf. So bringen die Kinder in der besuchten Einrichtung ihr eigenes Essen mit. Auch das umfangreiche Angebot an Arbeitsgemeinschaften (AGs) überraschte sie. Dabei werden die gewohnten Gruppen neu gemischt. So entstehen immer wieder neue Begegnungen und Kontakte.

Der Kindergarten der Deutschen Schule Tokyo Yokohama

Der Kindergarten der Deutschen Schule Tokyo Yokohama (DSTY) betreut Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. In fünf Gruppen werden die Kinder jeweils von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet. Das pädagogische Konzept orientiert sich am Thüringer Bildungsplan und setzt auf ganzheitliches Lernen. Nach dem Grundsatz „Spielend lernen – lernend spielen“ werden alltägliche Situationen genutzt, um die sprachliche, soziale, emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder zu fördern. Dabei greifen die Erzieher*innen Themen auf, die die Kinder gerade beschäftigen.

Eine Besonderheit ist die internationale Zusammensetzung der Kindergruppen. Viele Kinder wachsen mehrsprachig auf. Deshalb spielt die Förderung der deutschen Sprache im Kindergartenalltag eine wichtige Rolle. Neben kreativen Angeboten, Bewegung und Ausflügen gehören auch gemeinsame Aktivitäten mit einem japanischen Kindergarten zum Programm. Sie fördern den interkulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis.

Japan erleben – und sich wie zu Hause fühlen

Ein Erasmus+ Aufenthalt bedeutet natürlich nicht nur, im Ausland zu lernen und arbeiten. Mindestens genauso spannend ist es, Land und Leute kennenzulernen und in den fremden Alltag reinzuschnuppern.

Dabei hatte unsere Auszubildende viel Glück. Sie wohnte während der fünf Wochen bei einer japanischen Gastfamilie. Mit einer Tochter in ihrem Alter, einem Hund und einer Katze fühlte sie sich dort schnell wohl. Ihre Gastmutter unterstützte sie im Alltag, zeigten ihr die Sehenswürdigkeiten und manchmal fuhr ihre Gastmutter sie sogar mit ihrem Motorrad zur deutschen Schule.

In der Freizeit besuchte sie beeindruckende Tempel, traditionelle Gärten, schlüpfte in traditionelle japanische Kleidung und lernte den japanischen den Alltag etwas besser kennen.

Ganz persönliches Highlight war für sie war der Besuch einer Otterfarm. Auf die Erfahrung, wie sich ein Erdbeben einfühlt, wenn es auch schwach war, hätte sie allerdings auch gerne verzichten können.

Fünf Wochen voller Erfahrungen – und ein bisschen Heimweh

So begeistert unsere Schülerin von Japan und ihrer Gastfamilie war, ganz ohne Heimweh ging es dann doch nicht. Besonders in der letzten Woche vermisste sie ihre Mutter. Trotzdem fällt ihr Rückblick auf die fünf Wochen ausgesprochen positiv aus. Sie ist begeistert von den Menschen, den vielen Begegnungen und den Erfahrungen, die sie sowohl persönlich als auch beruflich sammeln durfte.

Besonders schön: Durch das Praktikum wurde ihr Berufswunsch noch einmal bestärkt. Nach ihrer Ausbildung zur Sozialassistentin möchte sie unbedingt die Ausbildung zur Erzieherin anschließen.

Mit Erasmus+ über den eigenen Tellerrand schauen

Ein Auslandsaufenthalt während der Ausbildung bietet die Chance, neue pädagogische Konzepte kennenzulernen, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und selbstständiger zu werden. Die fünf Wochen in Tokio zeigen, wie wertvoll solche Erfahrungen sein können. Unsere Schülerin hat nicht nur eine andere Kultur und einen anderen Kita-Alltag erlebt. Sie hat auch viele neue Eindrücke für ihren weiteren beruflichen Weg gewonnen.

Sie interessieren sich für eine Ausbildung im sozialen Bereich?

Mit der Ausbildung zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten am Campus Berlin legen Sie den Grundstein für eine berufliche Zukunft mit Menschen – beispielsweise mit einer anschließenden Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher.

 

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