22. September 2023

SOR-Aktionstag 2023: Antidiskriminierung und nachhaltige Entwicklung

Die Ursachen von Diskriminierung sind vielfältig

Die Überschrift der diesjährigen SOR Aktionstage am 20. und 21. September 2023 war Antidiskriminierung und nachhaltige Entwicklung.

Die Kombination der Nachhaltigkeitsziele mit dem Engagement gegen jede Form von Diskriminierung zeigt, wie komplex die Herausforderungen für uns als Schule, als Gesellschaft und für jeden Menschen sind, wenn wir ein Leben in Toleranz, gegenseitigen Respekt und mit Chancengleichheit anstreben.

Die Verknüpfung von Antidiskriminierung und den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinte Nationen folgt dem Gedanken, dass Diskriminierung vielfältige Ursachen hat, wie folgende (unvollständige) Auflistung zeigt:

Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, des Geschlechts, der Religion, der sexuellen Orientierung sowie Diskriminierung durch existierende Ungleichheiten wie arm oder reich, Zugang zu hochwertiger Bildung, sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum – um exemplarisch einmal vier der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele zu nennen.

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Engagement ist wichtig – Workshops setzen den Anfang

Seit nunmehr 12 Jahren ist Campus Mitglied im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. (Mehr Informationen hierzu: https://www.schule-ohne-rassismus.org/)

Die Aktionstage 2023 zeigen ein mal mehr, was wir als Campus darunter verstehen. Es geht um einen mittlerweile über einem Jahrzehnt andauernden Prozess, sich immer wieder neu mit den Ursachen von Ausgrenzung und Ungleichheit auseinander zu setzen. An vielen verschiedenen Stellschrauben geben wir unseren Schüler*innen, Studierenden und Lehrkräften Impulse über bestehende Strukturen und Denkmuster nachzudenken, sie zu überprüfen und im besten Fall, wenn erforderlich, neu auszurichten.

Die SOR-Aktionstage sind ein Baustein und unser Video zeigt: Engagement macht auch Spaß.

Unser Workshop Angebot am SOR Aktionstag am 20. September 2023

Das Ziel dieser vielfältigen Workshops ist es, ein breites Verständnis für Themen wie Diskriminierung, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zu fördern und die Teilnehmer zum Denken und aktiven Handeln zu motivieren.

Durch die Verbindung von Antidiskriminierung mit den Sustainable Development Goals (SDGs) – so die englische Bezeichnung, der 2015 von allen Mitgliedern der Vereinten Nationen in New York vereinbarten Nachhaltigkeitsziele 2030 –  konnten die Schüler*innen und Studierende aus einem breiten gefächerten Workshop-Angebot frei wählen.

“Rap gegen Diskriminierung – Rap für Nachhaltige Entwicklung” bietet eine theoretische Einführung in die Hip-Hop-Kultur und die Teilnehmer üben Rap-Techniken und verfassen ihren eigenen Rap-Text, um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.

 “Was nehmen wir in Kauf, um günstig an Öl zu gelangen?” beschäftigt sich mit den Kämpfen der Ogoni in Nigeria gegen Erdölabbau und für Klimagerechtigkeit. Ein Podcast zeigt globale Zusammenhänge zwischen Umweltzerstörung und Diskriminierung auf.

“Mit welchem Gepäck gehen wir in eine klimagerechte Zukunft?” behandelt historische Zusammenhänge zwischen Wohlstand, CO2-Emissionen und Entwicklung und sensibilisiert für die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN.

“Sexualisierte Gewalt in verschiedenen Kontexten”
setzt sich mit Ursachen, Folgen und Reaktionen auf sexualisierte Gewalt auseinander.

“Handylein”
thematisiert Identitätssuche über Social Media und die Bedeutung von Normalität in der Gesellschaft.

“Ist das etwa ein Klischee?
Stereotype und Vorurteile in Kinofilmen” analysiert den Film “Die weiße Massai” auf Stereotypen und unterschwellige Botschaften.

“Ziele für Nachhaltige Entwicklung: Der Faire Handel in Theorie und Praxis”
betrachtet die Agenda 2030 und den Fairen Handel, um gerechtere Handelsbeziehungen zu fördern.

“Klima(un)gerechtigkeit – Wie hängen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zusammen?” reflektiert globale Ressourcenströme, Klimawandel und individuelles Handeln für mehr Umweltbewusstsein.

“Widersprechen! Aber wie?”
vermittelt Argumentationstraining gegen rechte Parolen und stärkt die Haltung der Teilnehmer gegen Diskriminierung.

“Wie Ausgrenzung funktioniert”
analysiert Mechanismen der Inklusion und Exklusion sowie Vorurteile gegen gesellschaftliche Gruppen.

“Upcycling: Schmuck aus recycelten Materialien”
zeigt kreative Wege, wie Recyclingmaterialien in Schmuck umgewandelt werden können.

“Antirassismus” erklärt Rassismus als historisches, strukturelles und gewaltvolles System und fördert die kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen Positionierungen.

Abschlussveranstaltung im Innenhof mit anschließendem Buffet

Wie jedes Jahr führten zwei Schüler*innen durch das Programm. Nach der kurzen Vorstellung des diesjährigen Mottos übergaben sie das Mikro an die Campus Rapper, die für Stimmung sorgten und mit viel Zwischen-Applaus ihren Song präsentierten.

Darauf folgte die Rede von Detlev Hoffmeister, Vorstand von Campus Berufsbildung e.V. In seiner kurzen Ansprache an die versammelte Schüler- und Lehrerschaft verband er dankende mit motivierenden Worte und betonte zugleich, wie wichtig es ist, dass sich wirklich jeder – und sei es auch mit kleinen Schritten –  gegen Diskriminierung und für mehr Nachhaltigkeit einsetzt.

Zum Schluss bedankte sich Monika Wagner stellvertretend für das Organisationsteam bei den vielen helfenden Händen und lud alle Anwesenden zum anschließenden gemeinsamen Treffen am Buffet ein.

Von und mit Schülerinnen und Schülern

Highlight des Tages waren die vielen verschiedenen Speisen, gekocht, gebacken und angerichtet von unseren Schüler*innen. Das Buffet wurde in zwei nebeneinander liegenden Klassenräumen aufgebaut – mit Platz genug, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit einem Wort: lecker!

Sollte dieser Tag ein Fazit benötigen, dann ist es ein großes Danke an alle und die Freude dabei gewesen zu sein. Fortsetzung folgt in 2024!

Infobox

SOR steht für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Gegründet wurde das Netzwerk 1995 als “Schule ohne Rassismus”, 2001 wurde der Name um “Schule mit Courage” erweitert. Träger ist der Verein Aktion Courage, der 1992 als Antwort auf die gewalttätigen rassistischen Ausschreitungen in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock entstand. Das Netzwerk bezeichnet sich selbst als überparteilich, weder rechts, noch links, noch in der Mitte stehend.[1]

[1] Quelle: https://www.demokratie-leben.de/magazin/magazin-details/das-netzwerk-schule-ohne-rassismus-schule-mit-courage-103

SDGs ist die Abkürzung für Sustainable Development Goals. Die Vereinten Nationen (englisch United Nations, kurz UN) ist ein Zusammenschluss von 193 unabhängigen Staaten. Ihr Hauptsitz befindet sin in New York. Die wichtigste Aufgabe der UN ist die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. *

Gemeinsam setzten sich die Mitglieder der UN im Jahr 2015 17 Ziele für mehr nachhaltige Entwicklung, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinte_Nationen

Weiterführenden Link zu einem Erklärvideo der Technischen Universität Braunschweig für Kinder https://www.youtube.com/watch?v=MZLqaHBwBqM

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