29. April 2024

Mehr Praxis bitte – Wenn das Hochschulstudium die falsche Wahl ist

Ein Ziel – verschiedene Wege

In der Welt der Bildung und Karriere stehen wir oft vor einer wichtigen Entscheidung: Soll es ein klassisches Hochschulstudium sein oder gibt es andere Wege? Viele streben nach einem Hochschulabschluss, getrieben von dem Gedanken, dass dies der sicherste Weg zu einer erfolgreichen Karriere ist. Doch was, wenn das Hochschulstudium nicht das hält, was es verspricht? Was, wenn die endlosen Stunden in Vorlesungen, die von komplexen Theorien und abstrakten Konzepten geprägt sind, mehr Frust als Freude bringen? 

Es ist keine Seltenheit, dass Studierende sich in der Theorielastigkeit ihres Studiums verloren fühlen. Sie sehnen sich nach praktischer Erfahrung, nach einem Lernen, das sie direkt auf reale Arbeitsbedingungen vorbereitet.  

Hohe Abbrecherquote bei Hochschulstudium

Hochschulstudium – das klingt nach einer spannenden Reise in die Welt des Wissens. Doch oft ist diese Reise steiniger, als viele erwarten. Der Hauptgrund? Eine starke Theorielastigkeit, die viele Studierende ins Straucheln bringt. In vielen Studiengängen dominieren Vorlesungen und Seminare, in denen es hauptsächlich um Theorien, Modelle und abstrakte Konzepte geht. Praktische Anwendungen? Oft Fehlanzeige. Diese Kluft zwischen Theorie und Praxis stellt für Studierende eine große Herausforderung dar. 

Viele Studierende fühlen sich von der Masse an theoretischem Stoff überfordert. Sie fragen sich: „Wie kann ich dieses Wissen in der realen Arbeitswelt anwenden?“ Diese Unsicherheit und das Gefühl, nicht richtig auf das Berufsleben vorbereitet zu sein, führen oft zu Frustration. Man lernt viel, aber wie viel davon ist wirklich nützlich? 

Diese Situation spiegelt sich auch in den Studienabbruchquoten wider. Laut Statistiken brechen ca. 35 % der Bachelor-Studierenden ihr Studium ab [1]. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Studierende starten mit hohen Erwartungen und finden sich dann in einem Meer von Theorie wieder, das wenig mit ihren Vorstellungen von einer beruflichen Ausbildung zu tun hat. 

Diese Zahlen sind ein deutliches Signal, dass das Hochschulsystem vielleicht nicht für jeden das Richtige ist. Sie zeigen, dass es einen Bedarf an alternativen Bildungswegen gibt, die stärker auf die praktische Anwendung von Wissen ausgerichtet sind. Weg von reinen Vorlesungen, hin zu einem Lernen, das Hand und Fuß hat – das ist es, wonach sich viele sehnen. Bildung muss nicht immer nur aus Büchern kommen. Praxisorientierte Ausbildungen können eine gleichwertige, manchmal sogar bessere Vorbereitung auf das Berufsleben sein. 

[1]  Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH, https://www.dzhw.eu/, Pressemitteilung 17.08.2022, Die Entwicklung der Studienabbruchquote  in Deutschland.

Fachschulen: als praktische Alternative

Doch auch Fachhochschulen sind noch nahe am theoretischen Studium. Fachschulen bieten eine weitere spannende Alternative zum klassischen Hochschulstudium, besonders für diejenigen, die sich nach mehr Praxis sehnen. Im Gegensatz zu Universitäten, wo der Fokus stark auf Theorie liegt, steht in Fachschulen das „Lernen durch Tun“ im Vordergrund. 

Der Unterschied zwischen einem Hochschulstudium und einer Fachschulausbildung ist deutlich: Während Universitäten oft einen breiten, theoretischen Ansatz verfolgen, konzentrieren sich Fachschulen auf die direkte Anwendung von Wissen in einem bestimmten Berufsfeld. In Fachschulen geht es weniger um das Auswendiglernen von Formeln oder Theorien, sondern darum, wie man dieses Wissen in praktischen Situationen einsetzt (vgl. Artikel zu Lernfeldorientiertes Lernen: Die Grundprinzipien und Vorteile). Dies geschieht durch praxisnahe Projekte, echte Arbeitsplatzszenarien und Praktika in Betrieben. 

Die Vorteile einer solchen praxisorientierten Ausbildung sind vielfältig.  

♦ Erstens fühlen sich die Absolvent*innen oft besser auf das Berufsleben vorbereitet, da sie bereits während ihrer Ausbildung echte Arbeitserfahrungen sammeln.  

♦ Zweitens können sie die gelernten Fähigkeiten direkt in der Arbeitswelt anwenden, was den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert.  

♦ Drittens bieten Fachschulen oft kleinere Klassen und eine engere Betreuung, was ein intensiveres und persönlicheres Lernerlebnis ermöglicht. 

Für alle, die eine Karriere mit soliden praktischen Fähigkeiten anstreben und sich nicht in theoretischen Abhandlungen verlieren wollen, ist eine Ausbildung an einer Fachschule eine hervorragende Wahl. Hier wird das Lernen lebendig und direkt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Arbeitswelt zugeschnitten. 

Bachelor-Abschluss inklusive

Was viele vielleicht noch nicht noch nicht wissen – mit der erfolgreichem Ausbildung an einer Fachschule, haben die angehenden Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen den Bachelor Professional in Sozialwesen erworben. Der Bachelor entspricht nach dem gültigen Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Qualifizierungsniveau 6 – gleichwertig bei der tariflichen Eingruppierung mit einem Bachelor erworben an einer Hochschule oder Fachhochschule. (Mehr dazu im Artikel “Der Deutsche Qualifizierungsrahmen“)

Praxisnahe Ausbildung bei Campus Berlin

Auch Campus Berlin bietet all diese Vorteil einer schulischen Ausbildung mit starkem Praxisbezug. Das gilt vor allem für kaufmännische (wie Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement), pflegerische (wie Pflegefachkraft) und pädagogische Berufe (wie Erzieher*in). Und überall gilt: direkte Berufsvorbereitung durch praktisches Lernen, schnellerer Einstieg in die Arbeitswelt und eine Ausbildung, die eng mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes verknüpft ist. In allen drei Branchen werden Fachkräfte immer gesucht und die schulische Ausbildung von Unternehmen stark geschätzt.  

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