Zusammenhalt in Vielfalt: Was unsere Auszubildenden am Campus Berlin verbindet
Wie erleben wir Vielfalt im Schulalltag? Was bedeutet es, wenn Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebensgeschichten gemeinsam lernen und arbeiten? Und welche Bedeutung hat Vielfalt – für unsere Gesellschaft insgesamt und für unsere Campus-Schulgemeinschaft im Besonderen?
Mit diesen Fragen haben wir uns am Campus Berlin am Südkreuz im Zusammenhang mit dem Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ am 21. Mai 2026 beschäftigt und unsere Auszubildenden nach ihrer Meinung gefragt. An der Umfrage teilgenommen haben insgesamt 118 Auszubildende aus der Berufsfachschule für Sozialassistenz, der Fachschule für Sozialpädagogik, der Fachschule für Heilerziehungspflege sowie der Campus Pflegeschulen.
Die Antworten auf unsere Fragen zeigen deutlich: Vielfalt ist für unsere Auszubildenden kein abstrakter Begriff. Für unsere Auszubildenden gehört Vielfalt ganz selbstverständlich zum Alltag dazu – und wird als große Stärke erlebt.


1. Welche Sprachen sprechen unsere Auszubildenden?
Ein wichtiger Teil der Umfrage beschäftigte sich mit den Sprachen unserer Auszubildenden. Viele sprechen mehrere Sprachen, haben familiäre Wurzeln in verschiedenen Ländern oder bringen eigene kulturelle Erfahrungen mit in die Schule.
In der Umfrage gaben die Teilnehmer*innen zahlreiche Muttersprachen an – darunter Deutsch, Arabisch, Türkisch, Kurdisch, Spanisch, Französisch, Thailändisch, Russisch, Vietnamesisch und noch viele weitere.
Demzufolge haben wir in unserer Schulgemeinschaft auch sehr viele, die mehrsprachig sind. Fast 70 % unserer Auszubildenden sprechen mindestens zwei oder sogar drei Sprachen, einige wenige (6 %) können sich sogar in vier verschiedenen Sprachen unterhalten.
Auch die persönlichen Geschichten sind vielfältig: Einige wurden in Berlin geboren, andere kommen aus dem europäischen Ausland, Asien, Afrika oder vom südamerikanischen Kontinent. Rund ein Drittel der Befragten gab an, einen Migrationshintergrund zu haben.
Viele erleben ihre Mehrsprachigkeit deshalb als Stärke.
Gerade in sozialen und pflegerischen Berufen sind Sprachkenntnisse ein großer Vorteil. Wer mehrere Sprachen spricht, kann leichter mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kommunizieren und schneller Vertrauen aufbauen.

2. Woher kommen unsere Auszubildenden?
Ein weiterer Teil der Umfrage beschäftigte sich mit dem Geburtsland und dem Migrationshintergrund ihrer Eltern und Großeltern.
Die Ergebnisse zeigen: Unsere Auszubildenden bringen ganz unterschiedliche Lebensgeschichten mit. Viele wurden in Deutschland geboren, andere in verschiedenen Ländern weltweit. Auch die familiären Wurzeln sind vielfältig. Rund ein Drittel der Befragten gab an, einen Migrationshintergrund zu haben.
Gerade diese unterschiedlichen Erfahrungen machen den Austausch im Unterricht besonders spannend.
3. „Für mich ist Vielfalt eine Stärke, weil …“
Ein besonders wichtiger Teil der Umfrage war die Frage: „Für mich ist Vielfalt eine Stärke, weil …“ Die Antworten zeigen, dass unsere Auszubildenden Vielfalt vor allem als Chance sehen. Zu den häufigsten Aussagen gehörten:
„…wir voneinander lernen können.“
„…unterschiedliche Perspektiven neue Ideen fördern.“
„…man von jeder Kultur etwas mitnehmen kann.“
„…jeder Mensch etwas Besonderes mitbringt.“
„…Vielfalt Menschen verbindet.“
Gerade in sozialen und pflegerischen Berufen spielt diese Offenheit eine wichtige Rolle. Denn wer mit Menschen arbeitet, begegnet jeden Tag unterschiedlichen Lebensrealitäten. Deshalb sind Respekt, Empathie und Verständnis besonders wichtig. Viele unserer Auszubildenden erleben genau das bereits während ihrer Ausbildung am Campus Berlin.


4. Was wir voneinander lernen können…
Doch wir wollten es noch genauer wissen und baten am Ende unserer kleinen Umfrage unserer Auszubildenden, einfach mal aufzuschreiben was sie von ihren Mitschüler*innen aus anderen Kulturen lernen.
Viele nannten Sprachen, Essen, Traditionen und Feste. Andere beschrieben, dass sie neue Sichtweisen kennenlernen oder mehr Verständnis für andere Lebensweisen entwickeln.
Einige Antworten lauteten:
- „Verschiedene Perspektiven“
- „Gerichte und Feste“
- „Sprachen“
- „Religionen besser verstehen“
Offensichtlich machen die täglichen kleinen Begegnungen mit dem, was wir nicht kennen, den großen Unterschied zu mehr Verständnis und Toleranz. Denn Vielfalt bedeutet nicht nur, dass Menschen unterschiedlich sind. Vielfalt bedeutet auch, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und voneinander zu lernen. Gerade im Schulalltag entstehen dadurch viele wertvolle Erfahrungen. Häufig entwickeln sich Freundschaften über Sprach- oder Kulturgrenzen hinweg. Viele lernen, offener zu kommunizieren und andere Meinungen besser zu akzeptieren.
Das stärkt nicht nur die Klassengemeinschaft, sondern bereitet auch auf den späteren Berufsalltag vor.
Ohne Vielfalt? Für viele unvorstellbar
Besonders deutlich wurde die Haltung unserer Auszubildenden bei der Frage: „Ohne Vielfalt wäre unsere Schule meiner Meinung nach …“
Die häufigste Antwort lautete: „Langweilig.“ Viele beschrieben außerdem, dass ohne Vielfalt wichtige Erfahrungen fehlen würden. Einige schrieben, die Schule wäre weniger offen, weniger lebendig oder weniger realistisch. Eine Teilnehmerin formulierte es so: „Ohne Vielfalt wäre unsere Schule langweilig, weniger offen und wir könnten nicht so viel voneinander lernen.“
Diese Aussage bringt viele Ergebnisse der Umfrage auf den Punkt. Vielfalt sorgt nicht nur für unterschiedliche Perspektiven. Sie macht Lernen interessanter, lebendiger und näher an der Realität. Denn die Gesellschaft, in der unsere Auszubildenden später arbeiten werden, ist ebenfalls vielfältig. Wer schon während der Ausbildung lernt, mit unterschiedlichen Menschen respektvoll zusammenzuarbeiten, startet mit wichtigen Erfahrungen ins Berufsleben.
Unser Fazit
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: Vielfalt wird von unseren Auszubildenden als Stärke erlebt. Sie fördert Austausch, gegenseitiges Lernen und Zusammenhalt. Unterschiedliche Perspektiven machen den Schulalltag lebendig und helfen dabei, wichtige soziale Kompetenzen zu entwickeln. Häufig entwickeln sich Freundschaften über Sprach- oder Kulturgrenzen hinweg. Viele lernen, offener zu kommunizieren und andere Meinungen besser zu akzeptieren.
Gerade für Berufe in der Sozialpädagogik, Sozialassistenz, Heilerziehungspflege und Pflege sind diese Erfahrungen besonders wertvoll. Denn wer mit Menschen arbeitet, braucht Offenheit, Empathie und Verständnis.
Wir freuen uns, dass unsere Auszubildenden genau diese Werte täglich am Campus Berlin erleben und leben. Denn Vielfalt bedeutet nicht nur, dass Menschen unterschiedlich sind. Vielfalt bedeutet auch, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und voneinander zu lernen. Das stärkt nicht nur die Klassengemeinschaft, sondern bereitet auch auf den späteren Berufsalltag vor.
Plakate unserer Auszubildenden zum Aktionstag 2026 Zusammenhalt in Vielfalt


