27. November 2023

Wie die Künstliche Intelligenz Berufe und die Berufsausbildung verändert

Es wird derzeit viel über die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) gesprochen. Spätestens mit Chat GPT wurde im letzten Jahr mal wieder ein echter Hype um das Thema ausgelöst. Die KI spuckt fast menschenähnliche Texte aus, beantwortet Fragen und soll sogar schon Schüler*innen und Studierenden bei Ihren Hausaufgaben geholfen haben. Doch was ist Künstliche Intelligenz überhaupt und wie verändert sie Berufsausbildungen?

KI in der Berufsbildung

Was ist KI und wo steckt sie bereits in unserem Alltag?

Mit Künstlicher Intelligenz meint man Computersysteme, die in der Lage sind, Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern würden. Das Ziel der KI ist es, Maschinen so zu gestalten, dass sie Probleme lösen, Muster erkennen, Schlussfolgerungen ziehen und sich sogar selbst verbessern können.

In unserem Alltag begegnet uns KI auf vielfältige Weise. Zum Beispiel sind personalisierte Empfehlungen in Streaming-Diensten wie Netflix oder auf Musikplattformen wie Spotify ein Produkt von KI-Algorithmen. Suchmaschinen wie Google verwenden KI, um relevante Suchergebnisse zu liefern. In der Medizin unterstützt KI bei der Diagnose von Krankheiten durch die Analyse von medizinischen Bildern wie Röntgenaufnahmen oder MRTs. Selbst in der Automobilbranche werden selbstfahrende Autos durch KI und maschinelles Lernen ermöglicht, was unser Transportwesen revolutionieren könnte.

KI ist auch in intelligenten Assistenten wie Siri, Alexa und Google Assistant präsent, die natürliche Sprache verstehen und menschenähnliche Interaktionen ermöglichen. Von der Kundenbetreuung über die Finanzwelt bis hin zur Landwirtschaft hat KI das Potenzial, unser Leben in verschiedenen Facetten zu verbessern und zu verändern.

Damit geht KI auch weit über reine Programmierung hinaus. Bei der Programmierung werden Anweisungen in einer spezifischen Programmiersprache erstellt, um einen Computer dazu zu bringen, bestimmte Aufgaben auszuführen. Es geht darum, präzise Anweisungen zu schreiben, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Programmierung beschreibt also einen vorgefertigten Weg, während die KI eigenständig dazulernen soll.

Ein Beispiel: Es gibt Lampen oder Heizungen, die nach einer voreingestellten Zeit angehen bzw. ihre Temperatur ändern. Das ist Programmierung. Ein anderes Beispiel: Der Instagram-Algorithmus erkennt, dass Sie länger auf Hunde-Content bleiben und schlägt Ihnen immer mehr Reels mit Tieren vor. Das ist KI. Die künstliche Intelligenz hat aus Ihrem Verhalten ein Muster abgeleitet und eigenständige Empfehlungen ausgespielt.

 

Anwendungsbereiche der KI

Es gibt eine Vielzahl von Anwendungsbereichen für Unternehmen. Hier nur eine kleine Auswahl:

Einlesen und Ablegen von Dokumenten: KI unterstützt beim automatisierten Einlesen, Verarbeiten und Kategorisieren von Dokumenten.

Chatbots für Kundenanfragen: Unternehmen nutzen KI-gesteuerte Chatbots, um Kundenanfragen automatisiert zu beantworten. Diese Bots verwenden Natural Language Processing, um natürliche Gespräche mit Kunden zu führen und ihnen schnell und präzise Hilfe zu bieten.

Strukturierte Datenanalyse: KI ermöglicht eine umfassende Analyse strukturierter Daten, um Muster, Trends und Probleme in der Logistik, Produktion, Einkauf und Beschaffung zu erkennen. Das hilft bei der Optimierung von Prozessen, Bestandsmanagement und Ressourcenzuweisung.

Vorausschauende Wartung: Anhand von Sensordaten und KI-gestützter Analyse können Unternehmen vorausschauende Wartungsmodelle entwickeln. Diese helfen, Maschinenausfälle vorherzusagen und so ungeplante Ausfallzeiten zu minimieren.

Zielgruppenanalysen: Unternehmen verwenden KI, um umfangreiche Datenanalysen durchzuführen und so Zielgruppen besser zu verstehen. Das ermöglicht personalisierte Dienstleistungen und Marketingansätze.

 

KI in der Medizin

Gerade medizinische und pflegerische Berufe verändern sich durch den Einsatz von KI. Denn die KI unterstützt eine umfassende Patientenversorgung.

Prävention: KI kann Daten analysieren, um Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten zu erkennen. Anhand dieser Analyse können präventive Maßnahmen entwickelt und eingeleitet werden.

Screening: KI kann bei der Analyse von bildgebenden Verfahren wie MRI-Scans, CT-Scans oder Röntgenbildern helfen. Diese Technologie ermöglicht eine schnellere und präzisere Auswertung, was zu einer früheren Erkennung von Auffälligkeiten führen kann.

Diagnostik: KI kann Mediziner*innen bei der Diagnose unterstützen, indem es große Mengen an Patientendaten analysiert, um Muster zu erkennen. Dies kann helfen, seltene Krankheiten zu finden oder Diagnosen schneller und genauer zu stellen.

Therapie: KI kann bei der Entwicklung von personalisierten Behandlungsplänen helfen, indem es Daten über Patientenprofile und genetische Informationen analysiert. So können Medikamente und Therapien besser auf individuelle Patientenbedürfnisse zugeschnitten werden.

Nachsorge: KI-gestützte Systeme können Patientendaten kontinuierlich überwachen, um potenzielle Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen.

 

Wie gefährdet ist Ihr Beruf? Finden Sie es heraus

Wer nun nach all diesen Informationen Angst davor hat, dass die KI den eigenen Job irgendwann komplett übernehmen und ersetzen wird, der kann seinen Berufswunsch einfach auf https://job-futuromat.iab.de/#top testen. Die Website analysiert, wie wahrscheinlich es ist, dass die KI das angegebene Berufsfeld bedroht.

 

Die Herausforderungen der KI

Die KI-Technologie hat unser aller Leben bereits vereinfacht und wird weiter voranschreiten. Natürlich ist aber auch die KI nicht nur positiv zu sehen. Denn letztlich wird sie von Menschen gemacht und mit bestimmten Daten gefüttert. Das bringt verschiedene Probleme mit sich.

  • Algorithmische Voreingenommenheit: Wie kann verhindert werden, dass Algorithmen aufgrund von Datenverzerrungen oder Vorurteilen diskriminierende Entscheidungen treffen? Wie kann die Fairness in Entscheidungsprozessen gewährleistet werden?
  • Chancengleichheit: Werden durch KI-Anwendungen bestimmte Gruppen bevorzugt oder benachteiligt? Wie kann sichergestellt werden, dass KI-Systeme Gleichheit und Diversität fördern?
  • Verständnis von Entscheidungen: Sind die Entscheidungen von KI-Systemen transparent und nachvollziehbar? Kann erklärt werden, wie ein KI-System zu einer bestimmten Entscheidung gelangt ist?
  • Verantwortlichkeit: Wer ist für die Ergebnisse und Folgen von KI-Entscheidungen verantwortlich? Wie können Verantwortlichkeiten klar definiert werden?

 

Wenn die KI kommt, sind Sie bereit

Ob Pflegeroboter, medizinische Gadgets oder die automatische Erkennung von Rechnungsbelegen: Die KI wird viele Berufsfelder verändern. Darin liegen Chancen. Zum Beispiel werden Pfleger*innen bei Ihrem harten Berufsalltag unterstützt, körperlich entlastet und können so länger mit Erfüllung Ihren Beruf ausüben. Auch kaufmännische Berufe profitieren davon, dass Routineaufgaben nicht mehr von Hand ausgeführt werden. Die Berufsausbildung verändert sich dementsprechend auch. Moderne Ausbildungsstätten wie Campus Berlin sind bei diesen Trends frühzeitig dabei, um Auszubildende auf ihren späteren Berufsalltag umfassend vorzubereiten.

Ehemalige Campus-Schülerin Eliza Strahl teilt ihre Erfahrungen als Fremdsprachenassistentin im Auswärtigen Dienst

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Fremdsprachenassistent*in im Auswärtigen Dienst: Ein Beruf für Entdecker*innen

In einem Vortrag bekamen unsere kaufmännischen Assistenten Einblicke in die Tätigkeit von Fremdsprachenassistent*innen im Auswärtigen Dienst.

Der Deutsche Qualifizierungsrahmen

Als Betreuungsassistent*in betreuen Sie pflegebedürftige Menschen jeden Alters in stationären oder teilstationären Einrichtungen oder im häuslichen Umfeld. Sie motivieren, begleiten und aktivieren und unterstützen bei alltäglichen Tätigkeiten. Pflegerische Aufgaben gehören nicht zu Ihrem Tätigkeitsbereich.