Mit Abitur durchstarten – an der Fachschule für Heilerziehungspflege
Sie wollen nach dem Abitur in einem anspruchsvollen und sozialen Beruf durchstarten? Oder Sie merken, dass das Studium der Heilpädagogik oder Sonderpädagogik für Sie nicht der richtige Weg ist?
Dann ist die 3-jährige Ausbildung mit den Abschluss Bachelor Professional in Sozialwesen vielleicht genau der richtige Weg und eine sinnvolle Alternative zum Studium.
An der Campus Fachschule für Heilerziehungspflege verbinden wir Theorie und Praxis optimal zu einer abwechslungsreichen Berufsausbildung mit hohen praktischen Bezug. Bei uns können Sie zudem die Deutsche Gebärdensprache lernen und im Rahmen eines Auslandspraktikum unvergessliche Momente und Erfahrungen sammeln.
Was die Heilerziehungspflege so attraktiv macht
Die Heilerziehungspflege bildet die Brücke zwischen den Pflege und Sozialpädagogik. Daher werden Sie in einem breit angelegten, interdisziplinären Kompetenzprofil ausgebildet. Ihr Anspruch ist die inklusiven Pädagogik: Menschen in behindernden Lebenssituationen sehen Sie als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft an, versehen mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Als Heilerziehungspfleger*in gestalten Sie Lebenswelten und ermöglichen durch individuelle, personenzentrierte, Förderung echte Teilhabe an Bildung, im Beruf und am gesellschaftlichen Leben.
Das bedeutet: In der Ausbildung werden sozialpädagogische und heilpädagogische Themen behandelt und kombiniert mit pflegerisch-medizinische und sozialraumorientierten Aspekten. Dabei legt die Ausbildung besonderen Wert auf eine enge Verzahnung von schulischem Unterricht und praktischer Arbeit. So werden Heilerziehungspfleger*innen auf eine echte Multiprofession vorbereitet, die den Anforderungen moderner Behindertenhilfe gerecht wird.
Am Ende Ihrer dreijährigen Ausbildung erwerben Sie die staatliche Anerkennung als Heilerziehungspfleger*in mit ausgezeichnete Perspektiven in einem Beruf mit Sinn und langfristige Zukunftschancen in einem wichtigen und wachsenden Arbeitsfeld.
Abi geschafft – und jetzt?
Für alle Abiturient*innen, die nicht nur studieren, sondern direkt praktisch arbeiten wollen.
Für alle, die soziale Verantwortung übernehmen und Menschen begleiten möchten.
Für alle, die einen klaren, sicheren Karriereweg suchen – mit gesellschaftlicher Relevanz.
Jetzt Starten. Fachkraft für inklusive Pädagogik und Wegbereiter für echte Teilhabe werden.
Die Campus Fachschule ist die einzige Berlins, die die Deutsche Gebärdensprache unterrichtet und die Ihnen die Möglichkeit der vollschulischen Ausbildung anbietet.
Vollschulische Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in
Während Ihrer Ausbildung absolvieren Sie drei Pflichtpraktika, in denen Sie die verschiedenen Aspekte kennenlernen und bereits erworbenes Wissen praktisch umsetzen. Gerne ermöglichen wir Ihnen ein Auslandspraktikum mit Erasmus+.
Der Unterricht, der sich an den Anforderungen des Berufsalltags orientiert (sogenannte Lernfelder), findet im Klassenverband statt. Die Ferienzeiten orientieren sich an den Schulferien.
Sie können Ihre Ausbildung mit einem Aufstiegs-BAföG finanzieren, das Sie bei erfolgreichem Abschluss nicht zurückzahlen müssen. Zusätzlich erhalten Sie einen Schülerausweis und können die BVG kostenfrei nutzen.
Ausbildungsstart: 01.09.2026
Berufsbegleitende/duale Ausbildung
Perfekt, wenn Sie Praxis und Einkommen sofort verbinden wollen.
Bei der berufsbegleitenden Ausbildung arbeiten Sie drei Tage die Woche (mind. 19,4 Stunden pro Woche) in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe, der Kinder und Jugendlichehilfe oder für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, in einem Berufsbildungswerk oder einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen. Der fachtheoretische Unterricht findet an zwei Tagen der Woche im Klassenverband bei uns am Südkreuz statt.
Von Ihrem Ausbildungsbetrieb erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe ist abhängig vom individuellen Arbeitergeber. Die Förderung über Bildungsgutschein ist möglich.
Ausbildungsstart: 31.08.2026
Warum die Campus Fachschule für Heilerziehungspflege?
Die Campus Fachschule für Heilerziehungspflege bietet eine moderne, kompetenzorientierte Ausbildung, die pädagogische, pflegerische und sozialraumorientierte Inhalte verbindet. Unser Ansatz ist interdisziplinär, praxisnah und darauf ausgelegt, Sie auf ein vielfältiges und anspruchsvolles Berufsfeld vorzubereiten. Dabei fördern wir nicht nur fachliches Wissen, sondern auch soziale und personale Kompetenzen – für ein professionelles, reflektiertes und verantwortungsbewusstes Handeln in allen Situationen.
Gebärdensprache als Unterrichtsfach
Als einzige Fachschulen in Berlin integrieren wir die Deutsche Gebärdensprache fest in den Unterricht. Damit erweitern Sie Ihr Kommunikationsrepertoire und schaffen echte Teilhabe für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen – ein wichtiges Plus für Ihre berufliche Zukunft und eine Besonderheit, die unsere Ausbildung maßgeblich auszeichnet.
Die besondere Zusatzqualifikation: Deutsche Gebärdensprache
Campus ist eine der ersten Berliner Fachschulen für Heilerziehungspflege, die die deutsche Gebärdensprache als Unterrichtsfach aufgenommen hat.
Heute ist Gebärdensprache fester Bestandteil unseres Ausbildungsangebotes und kann auch von unseren angehenden Erzieher*innen besucht werden. Der Unterricht findet in der Regel mit einem simultan Übersetzer statt.
In diesem Interview erzählt Miriam Hörterer, warum die Deutsche Gebärdensprache (DGS) eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik und Kultur ist. Sie zeigt, wie mehr Sichtbarkeit – von der Ausbildung bis in den Bundestag – Inklusion für taube Menschen Schritt für Schritt voranbringt.
Wer bin ich? – Vorstellung
Ja, ich bin Miriam Hörterer.
In der Heilziehungspflege unterrichte ich hörende Schülerinnen in der deutschen Gebärdensprache im Rahmen ihrer Ausbildung.
Deutsche Gebärdensprache als eigenständige Sprache
Die deutsche Gebärdensprache, kurz DGS, ist eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik und eigenem Konzept. Man kann sie gut mit Lautsprachen wie Englisch oder Französisch vergleichen: Wenn man zum Beispiel Englisch lernen möchte, lernt man eine neue Sprache – und bei der DGS ist es genau dasselbe.
Sprache und Kultur der tauben Community
Wenn man beginnt, Gebärdensprache zu lernen, lernt man nicht nur eine neue Sprache, sondern auch eine neue Kultur kennen. Taube Menschen haben eine eigenständige Kultur, und man fängt an, sich diese Kultur Schritt für Schritt anzueignen. Ein Beispiel: Wenn man als tauber Mensch die Aufmerksamkeit einer anderen tauben Person möchte, ruft man nicht, sondern tippt die Person an. Das ist etwas, das Hörende erst lernen müssen – und manches davon nimmt man dann auch aus der tauben bzw. gehörlosen Welt mit in die hörende Welt. Gerade dieser Körperkontakt ist für viele Hörende anfangs ungewohnt, aber er ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation.
Mimik und Gebärdenraum in der DGS
Ganz wichtig in der deutschen Gebärdensprache ist auch die Mimik. Sie ist ein großer Teil der Grammatik. Wenn man zum Beispiel eine Frage stellt, zieht man die Augenbrauen hoch. Würde man das nicht tun, wäre die Aussage oft nicht vollständig verständlich. Außerdem gibt es den sogenannten Gebärdenraum – er reicht ungefähr vom Bauchnabel bis über die Stirn. Man schaut also auf diesen Bereich und nicht nur auf die Hände.
Anerkennung der deutschen Gebärdensprache 2002
Im Jahr 2002 wurde die deutsche Gebärdensprache endlich von der Politik, vom deutschen Staat, als eigenständige Sprache anerkannt. Das war ein wichtiger erster Schritt, der den Stein ins Rollen gebracht hat. Seitdem wird Inklusion selbstverständlicher, Gebärdensprache bekommt mehr Sichtbarkeit und ist auch gesetzlich verankert. Dadurch wird zum Beispiel das Einstellen von tauben Lehrkräften an Schulen selbstverständlicher, und hörende Menschen zeigen mehr Interesse an Gebärdensprache. Früher war das anders – Gebärdensprache wurde eher „unter den Teppich gekehrt“. Dank der Anerkennung ist das heute zum Glück nicht mehr so.
Sichtbarkeit, Inklusion und aktuelle Entwicklungen
Natürlich gibt es noch viele Baustellen, an denen man weiterarbeiten muss. Aber Schritt für Schritt wird es besser. Ein aktuelles Beispiel ist Frau Heike Heubach im Bundestag. Ihre Präsenz sorgt für Sichtbarkeit: Viele Menschen sehen zum ersten Mal Gebärdensprache im Bundestag. Das ist ein großer Fortschritt und enorm wichtig für uns.
Zusätzliche Schwerpunkte für eine umfassende Qualifizierung
Über die vorgegebenen Lernfelder hinaus bieten wir Ihnen besondere Vertiefungen, die Ihren beruflichen Handlungsspielraum erweitern:
- Motopädagogik – inklusiver Sportunterricht in Kooperation mit dem SC Lebenshilfe, der Bewegung, Körperwahrnehmung und Teilhabe fördert.
- Logopädie – Grundlagen der Sprachentwicklung und -förderung zur Unterstützung kommunikativer Fähigkeiten.
- Unterstützte Kommunikation (UK) – Sie lernen assistive Technologien kennen und nutzen, um Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen optimale Verständigung zu ermöglichen.
- Inklusives Theater – kreative, ressourcenorientierte Ausdrucksformen, die den pädagogischen Alltag bereichern und soziale Interaktion stärken.
Diese Schwerpunkte machen unsere Ausbildung besonders praxisnah und eröffnen Ihnen zusätzliche professionelle Perspektiven.

Ihre Ansprechpartnerin:
Veronika Hochkogler
9 Gründe für eine Ausbildung bei Campus Berlin:
- Freundliche & tolerante Lernatmosphäre
- Praxisorientierter Unterricht
- Engagierte Lehrer/innen mit Berufserfahrung
- Abwechslungsreich mit Projekten, Lernwerkstatt und vielem mehr
- Auslandspraktikum mit ERASMUS+
- Aufenthalts- und Pausenraum & Küche für Schüler*innen
- Bibliothek mit Selbstausleihe
- Moderne IT-Ausstattung (BigPads, Schüler PC & iPads, WLAN)
- Kostenfreies Office 365 Paket – auch privat nutzbar

Campus Südkreuz
Der Ort für soziale Berufe! Gut erreichbar am Südkreuz.
Campus Berufsbildung e.V. ist der Bildungsstandort Berlins für soziale Berufe. Unsere Pädagog/innen sind berufserfahren, kompetent und kommunizieren auf Augenhöhe. In unseren Klassen herrscht eine freundliche und konzentrierte Lernatmosphäre. Campus ist Ihr Ansprechpartner auf dem Weg zum Traumberuf in der Pädagogik.

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